Netzwerktechnik

Netzwerkleitungsvermessung

Die Theorie:
LAN-Kabelkonstruktion
LAN-Kabel und andere elektrische Kabeltypen haben eine Anzahl von Merkmalen gemein. Alle elektrischen Kabel haben Kontinuität, d.h. sie dienen als vollständiger Weg für den elektrischen Stromfluß. Jedes Ende eines Kabels ist mit einem bestimmten Typ von Steckverbindern ausgestattet, um das Kabel an das geeignete elektrische Gerät anzuschließen. Kabel mit Mehrfachdrähten haben normalerweise eine Pin-Belegung, die beschreibt, wie die Drähte im Steckverbinder angeordnet sind. Kabel werden je nach der spezifischen Anwendung, in der sie eingesetzt werden, entwickelt. Netzkabel z.B. minimieren Leistungsverluste bei Frequenzen von 50 oder 60 Hz. LAN-Kabel sind so entwickelt, dass sie Signalverzerrungen bei höheren Frequenzen minimieren. Zum Einsatz in LAN-Systemen kommen heute, bei Kupferleitung, nur noch verdrillte Kabelpaare (Koaxialkabel werden nicht mehr verlegt).

 

Werte

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Verdrilltes Kabelpaar
Verdrillte Kabelpaare bestehen aus Drahtpaaren, die verdrillt sind. Die Drähte werden verdrillt, um das Nebensprechen zwischen Kabelpaaren zu minimieren. Jedes Kabelpaar bildet einen vollständigen elektrischen Weg zur Signalübertragung. Die durch die Drähte in jedem Paar fließenden Ströme sind gleich, aber fließen in entgegengesetzten Richtungen. Diese Ströme erzeugen elektromagnetische Felder, die elektrisches Rauschen an naheliegende Drähte übertragen können. Die zwei Drähte umgebenden Felder haben jedoch entgegengesetzte Polaritäten. Das Verdrillen der Drähte bewirkt, dass sich die Felder gegenseitig aufheben, wodurch das von jedem Kabelpaar erzeugte elektrische Rauschen, oder Nebensprechen, minimiert wird. Es gibt zwei Arten von verdrillten Kabelpaaren: ein abgeschirmtes verdrilltes Kabelpaar (STP, shielded twisted pair) und ein nicht abgeschirmtes verdrilltes Kabelpaar (UTP, unshielded twisted pair). STP-Kabel, die auch als ScTP- (screened twisted pair, geschirmtes verdrilltes Kabelpaar) oder FTP-Kabel (foil-screened twisted pair, folienabgeschirmtes verdrilltes Kabelpaar) bezeichnet werden, enthalten eine leitende Abschirmung, die elektrisch geerdet ist, um die Leiter vor elektrischem Rauschen zu schützen. STP-Kabel sind teurer und in der Installation komplizierter als UTP-Kabel.

 

Ergebnis

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Verbindungen
Die Kabelverbindungen können (müssen jedoch nicht) im Bereich des Telekommunikationsschranks und im Arbeitsbereich Ausrüstungssteckverbinder und zusätzliche Übergangsverbindungen aufweisen. Kabelinstallateure sind zum Beispiel oft nur für die dauerhafte Verkabelung zwischen dem Schrank und der ersten Steckdose im Arbeitsbereich verantwortlich. Diese Kabelsegment wird “Basic Link” genannt. Wobei eine Kabelstrecke immer am Ende mit einem festen Stckverbinden enden sollte (eine Kombination aus Dose oder Patchfeld). Der Basic Link besteht gemäß Definition in TSB-67 aus bis zu 90 m Horizontalverkabelung. Diese Länge sollte eingehalten werden, da die Patchleitungen zum Anschluss der Geräte mit in die gesamt Länge einfließen. Diese darf 100m nicht überschreiten. Wichtig ist für den Basic Link nicht nur die fachgerechte Verlegung, sondern auch das fachgerechte Anschlagen der Leitungen an Dosen oder Patchfeld. Hier macht sich beim Umstieg von 10MBit auf 100MBit eine schlechte Verkabelung sofort bemerkbar. Wo 10MBit noch über unverdrillte Telefonleitungen flossen, nehmen 100MBit schon mal eine schlecht angeschlagene Dose oder ein schlecht verlegtes Kabel übel.

 

Normen

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Die Praxis:
In den meisten Fällen kommen wir erst im Fall, des Umstieg oder der Störung zum Einsatz. Dies kann jedoch zu erheblichen Verzögerungen Ihrer Planung führen. Ein rechtzeitiger Check der Verkabelung gibt Auskunft über Qualität und Zustand. Hierbei werden die Messungen nach den geltenden Normen durchgeführt.

 

Jede neue Verkabelung muss vom Ersteller oder einer beauftragten Firma eingemessen werden. Hierbei wird ein Abnahme- und ein Messprotokoll erstellt. Dies sichert nicht nur den Ersteller, sondern auch den Auftraggeber ab. Bei auftretenden Sörungen kann dadurch ein Fehler in der Verkabelung weitgehend ausgeschlossen werden. Bei Industrieanlagen wird nach der Norm E50173 verkabelt. Diese legt nicht nur die Strukturen, sonder auch die Materialien der Industrieverkabelung fest. Anlagen nach dieser Norm geben dem Auftraggeber die Sicherheit, diese in den nächsten 10 Jahren problemlos nutzen zu können.

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